Um 1500 fängt in Europa eine neue Zeit an. Mehrere Entwicklungen haben einen großen Einfluss auf die damalige Zeit, zum Beispiel die Erfindung der Buchdruckkunst und die Entdeckung von Amerika. Der Mensch und nicht Gott steht zentral, genauso wie in den Antiken. Das Jenseits ist nicht länger wichtig, sondern das heutige Leben, das Diesseits. Das ‘Memento Mori’ (Sei dir der Sterblichkeit bewusst) aus dem Mittelalter wurde zu ‘Carpe Diem’ (Pflücke den Tag).
Es gab viele Gelehrte, die Bücher aus Griechenland mitbrachten. Die Antike wurde erneut entdeckt. Eine Riesenquelle wurde geboren und die Zeit der Renaissance (Wiedergeburt der Antiken) fing an. In der Kunst änderte sich auch etwas. Man entdeckte die Perspektive. Der Künstler unterschreibt jetzt seine Kunst und er malt auch sich selbst in der Form von Selbstporträts. Menschen werden öfter als Individuum abgebildet.
Die wissenschaftliche Strömung, die sich beschäftigt mit der Antiken, ihrer Literatur und Philosophie wird Humanismus genannt. Ein Humanist glaubt an die Wissenschaft und wagt es seine eigene Ideen und die Ideen von anderen zu befragen. Er glaubt an die Kraft der Menschen und respektiert der Mensch als ein besonderer Teil der Natur. Humanisten glauben nicht an einen Gott. Sie glauben, dass das Göttliche in allen Menschen und Dingen ist. Wichtige humanistische Philosophen waren Erasmus und Thomas More.
Im Jahre 1517 publizierte Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel. Karl V wurde zum König gewählt, konnte aber nicht verhindern, dass die Reformation sich ausbreiten konnte. Während dieser Zeit kam es zum Bauernkrieg unter Führung von Thomas Müntzer. Dieser Krieg wurde niedergeschlagen.
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Die katholische Kirche war unter dem Eindruck der Reformation und begann eine innere Reform in ihrer Kirche. Die Städte blühten auf. Es war das Ende der foedalischen Zeit. Leibeigenschaft wurde beendet. Die Reformation setzte sich durch.
Der katholische Kaiser Matthias von Habsburg schränkte die Rechte der Protestanten wieder ein und deshalb kehrten die protestantischer Adel sich 1618 gegen den Kaiser. Der Dreißigjährige Krieg hatte angefangen.
Die Adligen wehrten sich nicht nur gegen den Katholizismus,sondern auch gegen die absolute Macht, die Matthias (nach Vorbild von Louis XIV) nachstrebte. Die Habsburger strebten nach einer universalen Monarchie: ein von (einem katholischen) Gott geleitetes weltumfassendes Reich.
In Böhmen war der größte Teil der regierenden Elite protestantisch. Zufälligerweise lag Böhmen im Herzen der universalen Monarchie. Die Habsburger wollten Böhmen also zurück erobern und deswegen riefen sie die Hilfe von Spanien ein.
Schließlich war man finanziell und militär erschöpft und musste man den Traum einer universalen Monarchie aufgeben. Mehr als 40% der Bevölkerung war während des Dreißigjährigen Kriegs gestorben.
1648 wurde der Westfälischer Frieden geschlossen. Die Vereinigten Provinzen (Niederlande) und der Schweiz wurden unabhängig. Der katholische und der evangelische Glaube wurden gleichgestellt. Der Habsburgischer Kaiser hatte kaum noch Macht. Die Fürsten konnten ihre Macht ausbauen. Das Heilige Römische Reich war jetzt endgültig zu Ende.