Politik
Am 28. Juni 1914 besucht der Österreichische Erzherzog Franz-Ferdinand mit seiner Frau Sarajevo. Ein bosnischer-serbischer Nationalist ermordet ihn. Dieser Attentat führte zu dem Ersten Weltkrieg. Österreich und Deutschland zogen in den Krieg gegen Russland, Großbritannien und Frankreich. Jede Großmacht war davon überzeugt, dass der Krieg nicht lange dauern wurde. Es lief anders als gedacht und in 1917 mischten die Amerikaner sich in den Konflikt ein. Sie kehrten sich gegen Deutschland und Österreich.
Während des Krieges machten Intellektuelle und die Medien Propaganda, um die Kriegsleistungen der Deutschen positiv zu beeinflussen. Sie ließen sich negativ über Frankreich und ihre Kultur aus. Die deutsche Kultur wäre die einzige Wahre. Diese Äußerungen hatten nach dem Krieg noch negative Folgen. Nicht die Armee, sondern die Regierung, bekam die Schuld für die Kapitulation. Dies wurde später durch den Nationalsozialisten als Rechtfertigung benutzt um den Zweiten Weltkrieg anzufangen.
In 1918 musste die deutsche Regierung sich ergeben. Der Kaiser Wilhelm II trat zurück. Deutschland bekam die Alleinschuld weil sie damals ein Bündnis mit Österreich geschlossen hatte und sich vor dem Krieg sehr aggressiv verhalten hat. Dadurch konnte es zu einem Weltkrieg kommen. Deutschland wurde gezwungen einen Friedensvertrag zu unterzeichnen und eine Entschädigung zu bezahlen.
In den nächsten Jahren war es sehr unruhig in Deutschland. Kommunistische Aufstände wurden niedergeschlagen. Es entstand ein tiefes Mißtrauen zwischen den Kommunisten und den Sozialdemokraten.
Das deutsche Parlament versuchte die Entschädigungen, die sie bezahlen musste, auf listige Weise zu umgehen. Sie sorgte dafür, dass eine schwere Inflation entstand. Damit wollte sie die Alliierten beweisen, dass es für sie nicht möglich war, die Entschädigung zu zahlen. Die Nationalisten waren damit nicht einverstanden. Sie wollten ohnehin nicht zahlen und nannten diese Taktik ‘Erfüllungspolitik’
Darauf beschloss Frankreich in 1923 das Ruhrgebiet zu besetzen um damit die Deutschen zu zwingen, die Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Es wurde gestreikt. Die Regierung bezahlte die Gehälter der Streikenden. Die Inflation nahm zu.
Die Wirtschaftskrise in 1929 bewirkte ein nationalistisches Gefühl, die Ordnung zu wiederherstellen. Man dachte, Hitler sei ein guter Kandidat um das zu erzielen. Hitler wurde durch von Hindenburg in 1933 zum Reichskanzler benannt. Mit seiner Partei (NSDAP) bildete er innerhalb eines Jahres ein totalitäres Regime. Es kam zu einem Verbot anderer politische Parteien. Sozialisten und Kommunisten wurden verhaftet. Jüdische Unternehmer wurden seit 1933 boykottiert. Danach folgten noch viele antisemitische Maßnahmen. Die Kristallnacht in 1938 war das dunkle Höhepunkt dieser Maßnahmen.
Die Nationalsozialisten fühlten sich von der Bevölkerung unterstützt. Hitler zahlte die Entschädigungen nicht mehr. England und Frankreich versuchten auf diplomatische Weise einen neuen Krieg zu vermeiden, was aber nicht gelung.
1939 war der Zweite Weltkrieg Realität. Am Anfang war der Krieg für Deutschland erfolgreich, aber nachdem die deutsche Armee in Russland geschlagen wurde und Amerika sich einmischte, musste Deutschland sich ergeben. Das Land wurde unterteilt. Die Russen bekamen Ostdeutschland und die Amerikaner bekamen den Westen. Berlin wurde in vier Besatzungszonen unterteilt.
Deutschland erlebte seine Stunde Null (1945-1949). Das Land war in allen Hinsichten Pleite. Die Verhältnisse zwischen Russland und Amerika verschlechterten sich. In 1948 blockierten die Russen Berlin. Der Konflikt zwischen den Besatzungsmächten kam damit auf seinen Höhepunkt und in 1949 wurde die DDR gegründet und nicht viel später auch die BRD.
Die BRD entwickelte sich sowohl wirtschaftlich als politisch zu einer sehr stabilen Demokratie (das Wirtschaftswunder). Der Osten entwickelte sich wesentlich weniger gut. Viele Ostdeutsche flüchteten nach dem Westen. Adenauer grenzte sich gegen die DDR ab, in der Hoffnung, dass die Grenze zwischen den beiden Ländern aufgehoben wurde. Diese Taktik funktionierte nicht.
In 1961 bauten die Russen eine Mauer in Berlin. In der DDR wurden die Menschen ständig überwacht durch die Stasi (Staatssicherheit), es gab keine Pressefreiheit und sogar das Bildungswesen stand unter Kontrolle des Staates. Es wurden viele Fluchtversuche nach dem Westen unternommen. Die Mauer sollte die Menschen daran hindern in den Westen zu fliehen. Die Mauer war damit ein Versuch, die Zahl der Flüchtlinge zu reduzieren.
In 1989 fiel die Mauer. Deutschland konnte wiedervereint werden.
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Kunst
Der Expressionismus lebte nach 1918 bis 1925 wieder auf. George Grosz malte Karikaturen von den nachkriegerischen Missständen. In der Baukunst entstanden streng geformte, funktionelle Gebäude.
Nach 1925 war der Funktionalismus in der Baukunst und der angewandten Kunst sehr wichtig. In der Malkunst und der Bildhauerei war der Kubismus sehr beliebt. In 1919 gründete Walter Gropius ‘Bauhaus’, eine Reichsschule für allerhand Künstler. Die Designer von Bauhaus strebten schönes, bezahlbares und praktisches Design für jeden nach. Die Form des Designs stand im Dienste der Architektur. Die unterschiedlichen Fachrichtungen arbeiteten eng zusammen, um so ein Gesamtkunstwerk zu bilden. Kunst sollte in dem alltäglichen Leben integriert werden.
Ab 1933 (während des Nationalsozialistischen Regimes) wurde die moderne, experimentelle Kunst verboten. Sie wurde als ‘entartet’ betrachtet und aus den Museen entfernt. In der Malerei und Bildhauerei sollte man Propaganda für das Dritte Reich machen. Die Baukunst sollte sich nach der Antiken richten. Viele Künstler zogen ins Ausland.
Ende der siebziger und achtziger Jahren entstand eine neue expressionistische Entwicklung in der Malerei (die neuen Wilden). In der DDR machten die Künstler noch vor allem figurative Kunst. In Leipzig befindet sich eine sehr renommierte Hochschule (die Leipziger Schule), wo die Studenten damals, anders wie in dem freien Westen, eine traditionelle Zeichen- und Malausbildung bekamen. Sie wurde stark vom sozialen Realismus geprägt.