Das 18. Jahrhundert

Allgemeine Informationen zur Epoche

In dem 18. Jahrhundert bestand Deutschland noch aus vielen kleinen Fürstentümern. Es fehlte an einem politischem und kulturellem Zentrum. Die deutschen Fürsten spiegelten sich an das französische Hof, wo Ludwig der XIV ein absolut Herrscher war (L’etat, c’est moi!). Die Hofsprache wurde Französich, sowie Modestil und Küche.

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Viele Adelshäuser ahmten den französischen König nach, es war die Zeit des Barocks und Rokokos. Das Rokoko war eigentlich die Verfeinerung vom Barock. In den katholischen Kirchen gab es auch viel Kunst. Die Barocke Formen vom Süden kamen langsam nach dem Norden, wo die Protestanten wohnten. Am Anfang wollten sie diese Kunst nicht.

In der Architektur setzte die barocke Kunst sich durch. Diese Kunst beschäftigte sich mit dem Studium der klassischen Antike und hatte vor allem eine dekorative Funktion. Alle Äußerungen der Gefühle wurden heftig gestaltet. In der Musik konnte man das sehr gut hören: das Jubeln von Chöre (Haydn) und intensive Trauer (Bach).

Die Leute mussten sogar ihre Gefühle formalisieren (auf bestimmte Weise äußern). Es entstanden formelle Feste. Die heftige Musik wurde von den Menschen auch verstanden, sie lebten selber in diesem heftigen Rahmen. Es war eine schwierige Zeit für die Bevölkerung. Es herrschte die Pest, viele Kinder starben schon jung, es gab Hexenverbrennungen und Hungersnöte.

Der Klassizismus folgte dem Barock. Die Kunst wirkte distanzierter und diente nur der Abbildung. Die Bilder und Porträts wurden sehr naturgetreu und detailliert wiedergegeben. In der Ausbildung von Malern und Bildhauern wurde das Erwerben von einer perfekten technischen Zeichenfähigkeit in bezug auf die menschliche Anatomie, die Proportionalität, die Perspektive, das Licht und die Schattierung ein wichtiger Bestandteil. Die Religion verschwand aus der Kunst.

Das 18. Jahrhundert wurde damals schon das Jahrhundert der Aufklärung genannt. Die Aufklärer brachen mit den bisherigen Denkweisen und Strukturen.  Das statische Weltbild, das von Gott bestimmt war und keine politische und gesellschaftliche Veränderung erlaubte, wandelte sich in einem mehr dynamischen Weltbild. Die Aufklärer glaubten an wissenschaftliches und intellektuelles Denken statt an Glaubens- und Autoritätsdenken.

Vernunft wurde zum Maßstab des persönlichen und gesellschaftlichen Handelns. Autonomie für jeden war jetzt möglich. Das bisherige religiös geprägte Weltbild änderte sich in ein neues naturwissenschaftliches Weltbild. Nicht das Leben im Jenseits (nach dem Tod), sondern das Leben im Diesseits (jetzt) war wichtig. Die Aufklärer versuchten eine ideale Welt, wo alle Menschen frei und gleich sind, zu bilden. Kant und Leibniz gehören zu den wichtigsten aufgeklärten Philosophen ihrer Zeit.

Friedrich Wilhelm I investierte fast 75 Prozent des Staatseinkommens in die Armee. Der Aufbau und die Wirtschaft Preußens wurden von ihm stark unterstützt. Er forderte von sich selbst und seinen Untertanen Frommheit und Pflichtbewusstsein. Als Friedrich der Große (sein Sohn) in 1740 an die Macht kam, veränderte sich einiges. Er schaffte unter anderem die Folter ab und erklärte die Religions- und Pressefreiheit.

Objekte zu dieser Epoche gehörend

Friedrich der Große und der Kartoffelbefehl

Fächersprache

Ludwig van Beethoven

Immanuel Kant

Ode an die Freude